Rotguss oder Messing
HAUPTSACHE BLEIFREI
HAUPTSACHE BLEIFREI
Seit 3 Generationen entwickeln, produzieren und vertreiben wir Armaturen, Fittings, Heizkörper und sanitäre Artikel.
Die permanente technische Weiterentwicklung, in Kombination mit besten Werkstoffen, ist einer der maßgeblichen Erfolgsgaranten von HERMANN SCHMIDT.
Seit 1962 entwickeln und produzieren wir Trinkwasser- und Heizungsarmaturen. Seit dem haben wir uns permanent technisch weiterentwickelt, damit wir Ihnen jeden Tag beste Premium-Qualität anbieten können.
Geprüfte und zertifizierte Qualität
HSE® Armaturen werden in unserem Technikum in Berlin entwickelt und geprüft. Alle HSE® Armaturen unterliegen einer ständigen Qualitäts- und Sicherheitsüberwachung nach den aktuellen Richtlinien und Normen.
In der ersten Stufe werden die Armaturen im Werk einer Qualitätskontrolle unterzogen. Die zweite Stufe beinhaltet eine externe Qualitätskontrolle. Dabei werden bei den Armaturen sowohl chemische als auch mechanische Kennwerte überprüft. Die dritte Stufe erfolgt im eigenen Technikum. Dabei werden die Prüfprotokolle der externen Qualitätskontrolle gegengeprüft. Erst wenn alle 3 Kontrollinstanzen positive Ergebnisse vorweisen, geben wir die Armaturen zum Verkauf frei.
Alle HSE® Armaturen für den Trinkwasserbereich entsprechen den Richtlinien des deutschen Umweltbundesamtes (UBA). Zusätzlich sind etliche Armaturen durch den DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.) geprüft und zertifiziert.
Unser genereller Qualitätsanspruch – Ihre Sicherheit
Unsere Armaturen-Produktion stellen wir kontinuierlich, nachhaltig um.
Bleifreie Armaturen sind unser Maßstab.
Bleifreie Trinkwasserarmaturen sind unser Standard – Ideen und Lösungen für Sie
Trinkwasserverordnung (TrinkwV) / RoHS / REACH / SVHC
Zukunft 2028
Zukunft 2028
Was ist die EU Trinkwasserrichtlinie (DWD)?
Die überarbeitete EU‑Trinkwasserrichtlinie 2020/2184 (engl. „Drinking Water Directive“, kurz DWD) hat das Ziel, Menschen und Umwelt zuverlässig vor verunreinigtem Trinkwasser zu schützen und gleichzeitig den Zugang zu sauberem Trinkwasser in der gesamten Europäischen Union zu verbessern.
Sie trat am 12. Januar 2021 in Kraft und legt erstmals europaweit einheitliche Mindestanforderungen für alle Materialien fest, die mit Trinkwasser in Kontakt kommen, z.B. Metalle, Kunststoffe oder Dichtungen.
In Artikel 11 der Richtlinie werden die Hygieneanforderungen für Materialien definiert, um sicherzustellen, dass von den verwendeten Werkstoffen keine gesundheitsgefährdenden Stoffe ins Trinkwasser übergehen.
In Deutschland werden die Vorgaben der EU‑Trinkwasserrichtlinie über die nationale Trinkwasserverordnung (TrinkwV) in verbindliches Recht umgesetzt.
Was ist die Trinkwasserverordnung (TrinkwV)?
Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) ist das deutsche Gesetz, das die Anforderungen der EU‑Trinkwasserrichtlinie in nationales Recht überführt.
Sie regelt unter anderem die Qualitätsanforderungen an Trinkwasser, die Pflichten von Wasserversorgern und Betreibern sowie Anforderungen an Materialien und Produkte, die mit Trinkwasser in Kontakt kommen.
Für Hersteller bedeutet das: Die Einhaltung der Trinkwasserverordnung stellt sicher, dass Produkte im deutschen Markt rechtssicher eingesetzt werden dürfen.
Was ist ECHA?
Die ECHA (European Chemicals Agency) ist die Europäische Chemikalienagentur mit Sitz in Helsinki.
Sie unterstützt die Europäische Kommission bei der Umsetzung des europäischen Chemikalienrechts, z.B. REACH, und übernimmt im Rahmen der EU‑Trinkwasserrichtlinie zusätzliche Aufgaben.
Für den Trinkwasserbereich erstellt und pflegt ECHA im Auftrag der EU‑Kommission die europäischen Positivlisten (EUPL). Diese Listen enthalten die Stoffe, Mischungen und Werkstoffe, die für Materialien im Kontakt mit Trinkwasser verwendet werden dürfen.
Außerdem entwickelt ECHA Bewertungsleitfäden und Prozesse, damit die Positivlisten regelmäßig überprüft und aktualisiert werden.
Was ist die EU Positivliste (EUPL)?
Die EU‑Positivliste (European Positive List, EUPL) ist eine europaweit einheitliche Liste von Stoffen, Mischungen und Werkstoffen, die für Materialien im Kontakt mit Trinkwasser zugelassen sind.
Nur Stoffe/Werkstoffe, die in dieser Liste aufgeführt sind (ggf. mit Auflagen und Grenzwerten), dürfen künftig für trinkwasserberührte Produkte wie Armaturen, Ventile oder Rohrleitungskomponenten eingesetzt werden.
Die EUPL basiert auf den von den Mitgliedstaaten gemeldeten nationalen Positivlisten (z.B. der UBA‑Liste in Deutschland) und ersetzt diese Schritt für Schritt durch ein harmonisiertes EU‑System.
Was ist die UBA Liste?
Die UBA‑Liste ist die Bewertungsgrundlage des Umweltbundesamts (UBA) für metallene Werkstoffe im Kontakt mit Trinkwasser in Deutschland.
Sie legt fest, welche metallischen Werkstoffe aus Sicht der Trinkwasserhygiene als geeignet eingestuft werden und war bislang eine zentrale nationale Referenz.
Die Erfahrungen und Inhalte der UBA‑Liste sind in die europäische Harmonisierung eingeflossen und dienen als fachliche Grundlage für die neue EU‑Positivliste. Langfristig wird die EUPL die zentrale Referenz, während die UBA‑Liste eine wichtige Vorläufer‑ und Inputrolle hatte.
Warum stellt Hermann Schmidt den Werkstoff um?
Die neue EU‑Trinkwasserrichtlinie schreibt strengere Anforderungen und Grenzwerte für Stoffe vor, die im Trinkwasser vorkommen dürfen – insbesondere im Hinblick auf Blei.
Ziel ist es, die Bleibelastung im Trinkwasser weiter zu reduzieren und die Gesundheit von Endverbrauchern langfristig zu schützen.
Hermann Schmidt setzt diese Anforderungen frühzeitig um und stellt auf bleifreien, konformen Werkstoff um, um auch künftig höchste Trinkwassersicherheit und gesetzliche Konformität zu gewährleisten.
Welche Produkte von Hermann Schmidt sind betroffen?
Betroffen sind alle Produkte, die bestimmungsgemäß mit Trinkwasser in Berührung kommen.
Dazu gehören insbesondere unser ARM‑ und RVT‑Sortiment, z.B. Kugelhähne, Anschlussarmaturen und Messingverschraubungen.
Für diese Produktgruppen erfolgt eine schrittweise Umstellung auf den neuen Werkstoff.
Welcher Werkstoff wird künftig verwendet?
Wir stellen auf den Werkstoff CW510L‑DW um.
Diese Messinglegierung erfüllt die neuen Anforderungen an bleifreien Werkstoffen mit einem Bleianteil ≤ 0,1%.
Der Werkstoff ist in den entsprechenden europäischen Positivlisten berücksichtigt und damit für den Einsatz im Trinkwasserbereich geeignet.
Ab wann gelten die neuen Vorgaben und wie läuft die Umstellung?
Die neuen Vorgaben gelten ab dem 12.01.2028.
Bis dahin läuft eine kontrollierte Übergangsphase, in der wir unser Sortiment schrittweise auf den neuen Werkstoff umstellen (Mischphase).
Die finale technische Umstellung unserer Produktion auf den neuen Werkstoff ist für das 1. Quartal 2027 geplant, sodass wir gemeinsam mit Großhandel und Handwerk Lagerbestände und Logistik geordnet umstellen können.
Was passiert mit bereits gelieferten Produkten aus CW617N?
Produkte, die vor dem 12.01.2028 ausgeliefert oder verbaut wurden, dürfen weiterhin verwendet werden.
Eine Rücknahme von Lagerware ist nicht vorgesehen, da alle Bestände nach den zum Zeitpunkt der Herstellung gültigen Regeln ordnungsgemäß gefertigt und dokumentiert wurden.
Die neue Regelung betrifft vor allem die zukünftige Produktion und das Inverkehrbringen nach Ablauf der Übergangsfrist.
Bekommen die Produkte neue Artikelnummern oder EAN Codes?
Ja. Durch die Materialänderung gelten die Produkte im Sinne der Marktanforderungen als neue Artikel.
Sie erhalten daher neue Artikelnummern und neue EAN‑Codes, um eine eindeutige Identifikation in Warenwirtschaft, Logistik und beim Handel sicherzustellen.
So ist jederzeit klar erkennbar, ob es sich um einen Artikel aus dem bisherigen oder aus dem neuen Werkstoff handelt.
Wie erkenne ich Produkte aus bleifreiem Werkstoff?
Alle betroffenen Produkte werden mit einer eindeutigen Werkstoffkennzeichnung oder einem Kürzel wie „LF“ (Lead Free) bzw. einer vergleichbaren Kennzeichnung versehen.
In den technischen Unterlagen und Datenblättern wird der verwendete Werkstoff (z.B. CW510L‑DW) klar ausgewiesen.
So können Großhandel, Handwerk und Planer auf einen Blick erkennen, welche Produkte dem neuen Werkstoffstandard entsprechen.
Sie haben Fragen zur Werkstoffumstellung? – Unser technischer Support berät Sie gerne.

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